Mittwoch, Januar 25, 2017

Führerscheinentzug als Strafe

Wenn es auch für fast jeden eine Strafe darstellt, ist der Entzug der Fahrerlaubnis bisher keine Strafe und wird auch nur verhängt, "um die Allgemeinheit" vor diesem Täter zu schützen, nicht als Strafe sondern als Schutzmaßnahme.. Allerdings war es auch schon bisher so, dass jemand, der durch Straftaten, die überhaupt nichts mit dem Fahren zu tun haben (z.B. alte Frauen im Stadtpark überfallen) bewiesen hat, dass er sich nicht an Gesetze halten wird, eine Fahrerlaubnis gar nicht erst bekommt.

Jetzt hat unser Justizminister Maas in einem Moment der Erleuchtung gemerkt, dass bei vielen Leuten, z.B. denen mit viel Geld oder denen ganz  ohne Geld, Geldstrafen nicht ziehen - aber ein Führerscheinentzug sehr wohl. Das soll den Richtern eine bessere Waffe gegen Straftäter in die Hand geben. Bravo! Hoffentlich kommt das und wird nicht wieder zerredet.

Donnerstag, Januar 12, 2017

Brachliegende Treibstoff- und Zeitersparnis



1. Verpflichtung
der Kommunen zur sofortigen und andauernden Überprüfung von allen Ampelanlagen auf a) die Notwendigkeit
und b) der verkehrsgerechten Schaltung .

Welche riesigen Summen an Volksvermögen im wahrsten Sinne des Wortes an Rot-Ampeln unnötig in die Luft geblasen werden, macht sich niemand eine Vorstellung. Es ist einfach nicht mehr hinnehmbar, dass an Ampeln Kraftfahrzeuge (natürlich mit laufendem Motor) unnötig herumstehen müssen, nur weil ein uneinsichtiger Kommunalbeamter das nicht ändern will (es wird dann immer das "Sicherheitsmäntelchen" herangezogen).
Ich rufe dazu auf, dass jeder Verkehrsteilnehmer jede Ampel kritisch auf Notwendigkeit, Zeiteingrenzungen und Schalteffizienz überprüft und seine Gemeinde dazu auffordert. Missstände sofort zu beseitigen. Denn den Treibstoff und die Zeit, die er dort vergeudet, bezahlt nicht die Gemeinde, sondern er selbst. Auch angesichts der Luftverschmutzung Grund genug, im Bedarfsfalle etwas zu unternehmen.

2. Änderung der Straßenverkehrsordnung bezüglich Ampelanlagen an Fußgängerüberwegen: Erlaubnis der Weiterfahrt nach drei Sekunden Stopp, wenn kein Fußgänger im Umfeld mehr vorhanden ist. Ein Sicherheitsrisiko ist in diesen Vorschlägen nicht zu sehen.

Wer hat es noch nicht erlebt, dass ein Lausebengel sich den Spass daraus macht, eine Fußgängerampel einzuschalten, obwohl er gar nicht über die Straße will. Oder es geht ein einsamer Fußgänger hinüber, die Ampel steht aber so lange auf Rot, dass ein ganzes Altersheim hinüberziehen könnte. Aber niemand ist mehr da und der Kraftfahrer steht treu und brav vor der Rotampel. Das kann so nicht bleiben! (in Italien hält da kein Mensch mehr, der Deutsche grüßt seinen Geßler-Hut!)

Mit diesen zwei Maßnahmen würde nachhaltig nicht nur eine gravierende Verringerung des CO²-Ausstoßes erzielt sondern insgesamt eine erhebliche Einsparung von Zeit und Treibstoffen. Außerdem würde der gesamte Verkehr flüssiger laufen.

Aber seit Langem beschäftigt der Verkehrsminister Dobrindt (eine Traumbesetzung für diesen Posten!) sich lieber mit der PKW-Maut. Ich muss wirklich mal recherchieren wer da dran verdient, der Staat kann es kaum sein. 

Montag, Dezember 05, 2016

Datenschutz

Also wenn ich Auto fahre, dann geht es doch niemand was an, wohin. Das wäre doch noch schöner! Deshalb, wenn ich an einer Kreuzung stehe, dann ist es offen ob ich geradeaus, rechts oder links rum fahre. Fußgänger, die in einer möglichen Abbiegerichtung stehen und über die Straße wollen, müssen halt mal abwarten, was geschieht. Die haben doch sowieso Zeit. (Das weiß auch die Bahn!)
Interessant ist es, wenn am Kreisverkehr, wo ich ja schließlich Vorfahrt habe wenn ich mal drin bin, auch der Linienbus, der eigentlich reinfahren könnte, anhält. Da muss man als Fahrer des Busses nicht schimpfen, denn Datenschutz geht vor!

Beim Fahrspurwechsel hätte ich kürzlich mal einen Motorradfahrer beinahe runtergeworfen. Warum fährt der auch so knapp an mir vorbei. Dafür nehme ich dann aber die Warnblinker (gehen alle!), wenn ich mal eben in die Post muss und kein Parkplatz in der Nähe (10 Meter) ist und ich in zweiter Reihe parke.
Natürlich weiß ich, dass das eine Ordnungswidrigkeit ist und bestraft werden kann. Aber so lange die Regierung nur neue Gesetze macht und nicht die Polizei verstärkt, ist das Risiko doch übersichtlich. Außerdem bezahle ich einen Strafzettel doch aus der Portokasse.

Samstag, Oktober 01, 2016

Wildwechsel-Tipps

Jetzt mal wieder zum Auto. Im Herbst ist die Gefahr, dass unsere heimische Tierwelt über Straßen läuft, bestimmt größer als im Sommer. Zum Glück gibt es da keine Elefanten aber ein Hirsch reicht einem VW wahrscheinlich auch, genau wie ein (wohl häufigerer) Wildschwein-Keiler.
Also Tipps:
1. Überlegen, wo Tiere über die Straße wechseln wollen. Abends aus dem Wald auf die Wiesen und Äcker. Nach Regen ebenfalls. Morgens umgekehrt. Wer verliebt ist, ist unberechenbar. (wie bei uns Menschen)
2. Nicht schneller als 80 km/h fahren
3. Fernlicht (wenn kein Gegenverkehr) Vor einer Kurve auch hupen.
4. Abblenden, wenn Tiere auf der Fahrbahn
5. Keine Notbremsung für Kleintiere (Igel, Hasen)
6. Notbremsung ohne Lenkbewegung!
7. Wichtig: Kurz vor dem Aufprall die Bremse lösen! Warum? Damit das Auto vorne wieder hochkommt und damit vielleicht Durchschlagen der Frontscheibe verhindert wird. Nur machbar, wenn das schon mental geübt wurde - also im "Nähkästchen" liegt.

Hat Wirkung gezeigt

Obwohl ich nicht direkt betroffen war - weil ich ja einen Sitzplatz hatte - habe ich dann am darauffolgenden Montag eine Beschwerde losgelassen. So ist das halt als Rentner, dass man für sowas Zeit hat. nach der Beschwerdestelle der Bahn, die mich nach Wüttemberg verwies, habe ich dann meine Beschwerde bei der Leiterin des 3-Löwentakt- Marketing angesetzt, weil diese Zustände ja wohl einem guten Marketing zuwider laufen. Und das hat dann doch gewirkt, siehe den Briefauszug unten. Auf meine Bemerkung, welche vorne dran steht, hat ein Herr Focken geschrieben: 
 
Die meisten Reisenden, die unter der Bahn "leiden" setzen sich nicht hin und beschweren sich, sondern ertragen das zähneknirschend und fressen den Frust in sich hinein.
…das ist leider das Verkehrsteste, was man tun kann (wenngleich ich mich auch immer wieder dabei ertappe – auch die S-Bahn Stuttgart ist da ein stetiger Quell der „Freude“). Das soll jetzt kein Aufruf sein, jede 3-min-Verspätung an den Verkehrsausschuss des Landtages zu melden. Auch ein Fahrzeugausfall, ein verpasster Anschluss oder eine defekte Toilette lassen sich leider nie völlig ausschließen. Aber wenn da wirklich strukturelle Defizite erkennbar sind wie in Ihrem Falle das dauerhafte Fehlen des zweiten Fahrzeuges einer Doppeltraktion, dann sind auch wir daran interessiert. Natürlich können wir als NVBW dieses fehlende Fahrzeug auch nicht herbei zaubern. Aber mitunter hilft es bei der DB schon, wenn „die wissen, dass wir es wissen“ – so wie in der vergangenen Woche, als wir auf den Busch geklopft haben und tatsächlich Besserung eintrat. Also – bitte nicht alles hinnehmen. Das dient weder Ihnen noch der Eisenbahn, die wir ja im Grunde als Verkehrsmittel doch schätzen. Für die IRE-Linie Ulm – Basel ist für derartige Fälle in erster Linie mein Kollege Martin Hilger zuständig (hilger@nvbw.de), der solche Rückmeldungen auch einzuordnen weiß, aber ich nehme das auch gerne in Empfang.
Viele Grüße
Heiko Focken

NVBW

Montag, September 19, 2016

Defizite beim 3-Löwen-Takte

Egal wo ich hingehe, immer wieder stoße ich auf Dinge, die eigentlich nicht sein müssten und dazu führen, dass Leute irgendwelche Nachteile erleiden müssen, die bei ein wenig Rücksicht und sozialem Engagement nicht vorkommen dürften.
So auch gestern wieder, bei der Bahn. 
Der sogenannte "Sprinter" ist ein relativ platzbegrenzter Triebwagen. Dennoch wird er als IRE auf der viel besuchten Strecke Ulm-Basel eingesetzt. Weil zwischen Aulendorf und Ravensburg eine Baustelle ist, wird dort ein Schienenersatzverkehr mit Bussen durchgeführt und der IRE nach Basel beginnt in Ravensburg. Normalerweise hängen zwei Triebwagen aneinander, was meistens immer noch nicht reicht, gestern war es  nur einer. In Friedrichshafen standen soviel Reisende, dass auch zwei Triebwagen überfüllt gewesen wären. Man kann sich leicht vorstellen, was das für diesen Zug bedeutet hat. Ich habe gedacht, vielleicht haben sie wegen der Streckenunterbrechung keinen zweiten Zug zum Anhängen verfügbar, wäre ja möglich gewesen. Wer beschreibt mein Erstaunen, als ich im Bahnhof Fr'hafen genau solch einen Triebwagen auf dem Abstellgleis sah. 

Das empört mich einfach. Deshalb habe ich am Montag bei der Beschwerdestelle der Bahn angerufen. Die freundliche Dame verwies mich gleich zuständigkeitshalber nach Baden-Wttg. Die Bahn sagte mir dort, dass sie nur Züge einsetzt, die vom Land angefordert werden. Das ist also der berühmte 3-Löwen-Takt. Bestimmt ist dafür jemand verantwortlich, der niemals mit diesem Zug fährt und dessen Aufgabe es ist, die Kosten gering zu halten. Koste es was es wolle. 

Montag, Februar 22, 2016

Braucht man immer mehr PS ?

Kürzlich habe ich einen neuen Ford-Focus gefahren. Auch früher schon habe ich mal öfter dieses Modell bewegt. Mit dem Neuen habe ich das Gefühl gehabt, man hat einen Rennwagen daraus gemacht. Im 1. Gang ging das Ding locker und mühelos 60 km/h . Ich frage mich: Wer braucht sowas? Und das ist nur ein Wagen der unteren Mittelklasse.
Oben sind dann heute meistens über 200 PS verbaut. Vielleicht liest hier das jemand, der so eine Rakete besitzt. Glaube ja nicht, dass ich mich jetzt vor Ehrfurcht verneige. Auch wenn ich weiß, was so ein Teil kostet: ich glaube nicht, dass es Dir gehört und wenn ja, läuft es als Leasingfahrzeung oder ist ein Firmenwagen. Das Auto ist als Statussymbol sowas von out. Nein, ich bin nicht neidisch. Wer was für sein An- und Aufsehen machen will, braucht mindestens einen Maybach oder Rolls. Oder besser ein eigenes Flugzeug oder eine Yacht deutlich über 10 Meter lang. Das mag noch wirken. Aber vielleicht komme ich dann nur auf den Gedanken, dass der Besitzer seine Angestellten ausbeutet oder dass er irgendwie mit Drogen handelt.
Kürzlich habe ich einen Opa gesehen, der aus einem SUV (vorne mit Hirschfänger) ausstieg. Ich vermute, der weiß um seine Fahrkünste und glaubt, in solch einem Bomber passiert ihm schon nichts.
Die Geldgier des VW-Managements hat sich nicht nur in Betrugsstrafen in Milliardenhöhe ausgewirkt, sondern die Deutsche Industrie insgesamt beschädigt. Wahrscheinlich wäre die Einhaltung der Emmissionswerte durch eine geringe Leistungsreduzierung der fraglichen Motoren auch zu erreichen gewesen.

Ich rufe hier nach dem Staat. Denn der ist daran ja nicht unschuldig. Ich fordere andere Autosteuer-Regeln. Ganz einfach: geringe Steuern bis 100 PS, von 101-200 PS moderate Steuern und über 200 richtig schmerzhafte Besteuerung. Denn wer soviel PS in einem PKW braucht, soll dafür auch wirklich löhnen, denn der kann es sich offensichtlich auch leisten.  

Samstag, November 07, 2015

Kosten bremsen!

Autofahren ist nicht billig.Wer in einer Großstadt wohnt, braucht vielleicht kein eigenes Auto, sondern kann evtl. Carsharing nutzen.
Für manche Leute, die ihr Auto täglich benötigen, geht dieses Modell oft nicht. Bleibt also das kostenintensive eigene Fahrzeug.
So lange das alles gut geht, kann man die Kosten vorkalkulieren. Aber man muß sich im Klaren sein: Alles was man über das System Auto nicht weiß, muss man irgendwann teuer bezahlen. Wie man die Fahrkünste generell und auch für sich einschätzen kann, kann diese  Kurz-Umfrage etwas beleuchten. Siehe https://de.surveymonkey.com/r/JDKTDK6 

Viele Dinge, die ein Autofahrer nicht sowieso weiß“ kann man in meinem Buch
Autofahrers Copilot nachlesen. http://bit.ly/S7ttEH  Dieses Buch gehört aber nicht ins Regal, sondern ins Handschuhfach, damit es im Bedarfsfall dann auch zur Verfügung steht.